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Links About: Spotify, Sharing, Musikindustrie

Da zum Start von Spotify mittlerweile jeder im Netz eine mehr der weniger dezidierte Meinung zu den Themen Filesharing, Bezahlungsmodelle für Musiker und Zukunft der Musikindustrie zu haben scheint, halte ich mich hier mal dezent zurück. Dafür gibt’s sechs der interessanteren – und kontroverseren – Artikel zum Thema der letzten Wochen: Continue reading

InBass.org online

Pünktlich zur kommenden Veranstaltung ist InBass.org gestern online gegangen. Dort gibt’s ab sofort Termine, Infos, Musik und Kontaktdetails zu den DJ’S und Musikern.

Ein ganz großer Dank geht an Emu, der sich stundenlang mein Rumgestänker angehört hat und trotzdem in akribischer Kleinarbeit die Homepage an den Start gekriegt hat. Danke, Emu!

In diesem Sinne: InBass we trust.

“Creationists Need to Understand Emergence”

Ich kenne folgendes Heimvideo über ein DIY-monome schon länger, aber dass der Urheber dieses Videos bitbutter sein Gerät Kreationisten empfiehlt, damit sie das Prinzip der Emergenz endlich verstünden, ist wohl völlig an mir vorbeigegangen. Was bei dem Titel eigentlich unglaublich dämlich ist.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=6VPnTm2hNbU]

Leider bringt er mit seiner Definition von Emergenz (“[...]the idea that through the action of very simple rules – or simple behaviors – applied many times over, complexity can emerge.”) nicht direkt auf den Punkt, worum es bei Emergenz eigentlich geht. Er beschreibt vielmehr “Conway’s game of life” auf das er ja auch verweist. Darauf werde ich gleich zurück kommen.

Der eigentliche Punkt bei Emergenz ist, dass die Elemente eines komplexen Systems für seine Eigenschaften verantwortlich sind. Dabei ist es für die Elemente, aus denen das System besteht, selbst nicht von Bedeutung, dass sie Teil dieses Systems sind. Beispielsweise sei ein einzelnes Goldatom nicht Gelb und glänzend (Siehe Anderson 2000,  S.178). Dieser Grundgedanke lässt sich durch sämtliche Systeme unseres Universums und Lebenswelt durchdeklinieren und bildet ein Grundprinzip,  sowohl um physikalische sowie soziale Prozesse verstehen zu können.

Worauf bitbutter eigentlich hinaus wollte ist “Conway’s game of life”. In diesem vom Mathematiker John Horton Conway 1970 entwickelten  System agieren dessen Elemente nach ganz einfachen Regeln bzw. Mustern (“Patterns”), woraus eine neue Komplexität auf der Makroebene entsteht. Auf math.com gibt es ein Java-Programm dazu, welches genau dieses Phänomen veranschaulicht. Unbedingt anschauen! Und um mal zurück auf die Musik zu kommen: bitbutters DIY-monome funktioniert eben genau nach diesen Regeln von Conway.

Interessant sind die Schlussfolgerungen in Anbetracht kreationistischer Übelegungen: Meiner Meinung nach kann Emergenz per Definition keinen Erschaffer im kreationistischen Sinn beinhalten, jedoch gibt es einen Knackpunkt: Wenn man die Emergenztheorie stringent weiterdenkt, können die Regeln, auf dessen Grundlage die Elemente agieren (also die Naturgesetze)  nicht durch die Elemente selbst erklärt werden, sondern wiederum nur durch Ihre Bestandteile heraus. Dies führt zu einer immer stärkeren fragmentierung der Elemente. Für unsere Welt bedeutet das aber: Bei der Heisenbergschen Unschärfe ist Schluss. Ist also Gott im kleinen zu suchen? Und wenn ich mit diesen Überlegungen falsch liege (vor allem weil Elemente unteschiedlicher Ebenen sich durchaus direkt beeinflussen können): Who the fuck made the rules???

Aus den Comments:

“Life demonstrates the fact that complexity can spontaneously arise from simple rules and randomness. Far from being of ‘no significance’, this is the crux to understanding emergence.”

YouTube – Creationists Need to Understand Emergence.

Links Mai’09

extrajetzt!

Das wollte ich euch nicht vorenthalten! Extrajetzt ist ein kleiner Flash-Drumcomputer inklusive Step-Syntheziser, mit dem man online ganz leicht 1-2 Stunden totschlagen kann! Es lassen sich verschiedene Sampes aus einer kleinen Library laden und wie gewohnt steppen. Dazu gibt es noch mehrere Pattern, um unterschiedliche Sequences zu “bauen”. Macht richtig Bock!

Leider kann man in der Version bislang noch nicht recorden/speichern, was mich gerade ziemlich ärgert, weil ich euch meinen geilen ersten Track hier zeigen wollte (Egal, macht es besser!) So eine Speicheroption inkl. community-sharing ist aber angeblich in der Mache.

Jetzt mal was in eigener Sache:

Ich bin etwas besorgt, dass dieser Blog zu ‘nem Online-News Portal ausartet, da bisher alle posts etwas mit Internet und neuen Medien zu tun hatten. Ich hoffe, das ändert sich bald. Spätestens, wenn ich aus diesem Hotel hier raus bin und selber wieder Kreativ werde! Was nicht heisst, dass ich momentan keine Musik mache – im Gegenteil!

Ich tobe mich gerade an einem eher gezwungenermaßen neuen Setup aus – meistens morgens um 9 Uhr, wenn ich nach 12 Stunden aus dem Hotel komme. Es besteht aus meinem MPC 1000, Turntable, miniKaossPad und meiner Melodika. Damit zu jammen macht richtig laune und weckt Vorfreude auf rosigere Zeiten MIT Notebook, in denen ich dann auch mal recorden kann! Denn als Instrument eignet sich der MPC hervorragend, als Sequencer für ganze Songs ist er dann doch etwas zu minimalistisch. Auch mit dem neuen JJ OS ist das recorden von längeren Samples aufgrund der 16 MB Ram ziemlich nervig! Skizzen und Songideen lassen sich aber hervorragend festhalten. Ein neuer Song namens “Thread” ist gerade in der mache und lässt mich schon jetzt mit dem Kopf von einer zur anderen Zimmerwand nicken.

Und da wär noch das Projekt mit David, was mal weiter gemacht werden MUSS!!! Ich hoffe, dieses Wochenende wird dazu Zeit sein. Also David: wenn du das hier liest, dann kauf Erdnüsse und ruf an!

jam mich tot!

Eigentlich sollte ich zur Abwechslung ja mal meine Hausarbeit anfangen, damit ich endlich mal wieder BaFöG gezahlt bekomme. Stattdessen sitze ich hier im Hotel rum und erfahre Dinge, die mein Musiker- und Nerdherz höher schlagen lassen.

Wie zum Beispiel das hier: Der Anbieter eJamming bietet eine Software an, mit der man online mit anderen Menschen auf der ganzen weiten Kugel musikalisch interagieren kann. Dabei klinkt man sich in peer2peer Audio- oder Midi Kanäle ein (die unter Windows ASIO mit 48 Khz erfordern) und kann sofort losjammen – Praktisch eine Art skype für Musiker. Das Projekt befindet sich zur Zeit in der Public Beta version und ist in dieser Phase noch völlig kostenlos. Schnellere Verbindungen werden mit einem Monatlichen Beitrag von 15-20 € angeboten.

Ob das alles nützt, wenn der Bandleader nach Australien zieht, sei dahin gestellt. Ich bezweifle, dass (vor allem eine “Gitarrenband”) onlinesessions ohne Bier und Kippen in nem Betonbunker zusammenschweisst. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Latenzen aushaltbar sind. Angeblich liegen sie unter 1er Millisekunde (was der latenz bei einem großen Symphonieorchester entspricht) aber einen Ping wird man wohl doch noch verspüren, vor allem, wenn man mit Asien jammt!

Nichtsdestotrotz halte ich das ganze für ein spannendes Projekt, was ganz neue Möglichkeiten mit sich bringt. Sänger wie Thom Yorke haben ja auch schon Songs über ISDN-Leitungen eines Hotels in einem anderen Land eingespielt. Globale Musiknetztwerke, Verschmelzung von Musik und Wissenschaft, akustische Experimente jenseits der Populärkultur, das alles kann durch solche Projekte Gefördert werden. Nur die Kommerzialisierung und Monopolisierung (durch ein neuentwickeltes patentiertes Protokoll) macht mir da etwas sorgen.

[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=wQk4XFdr6mk]

ich holtadipolta deine Mutter!

Tach, Alexis mein Name.

Ich will garnicht lang drum rum reden. Hier ist mein neuer Blog. In Dänemark habe ich mit dem bloggen angefangen, jetzt geht es hier weiter. Jedoch auf eine “spezielle” Thematik bezogen: Musik. Die “” habe ich gesetzt, weil dieses Thema ebenso speziell wie vielfältig, fassettenreich, multidimensional, metageebnet und schichtgelagert ist.

Dieser Blog wird möglichst all meine Erfahrungen, Erkenntnisse, Überlegungen, Auslegungen, Meinungen, Experimente, Begegnungen und Früchte zusammentragen, die ich mit Musik mache. Das können Konzertberichte sein sowie Neuigkeiten aus der Musik- und Producingwelt, Nerdiger bastelkram, verrückte sowie schöne Kunstprojekte audiovisueller Art, neu entdeckte Musiker und sonstiger abgefuckter Kram, den man von mir kennt inkl. neuem holtatipolter aus meiner Feder und meinem Fader.

Den Anfang möchte ich heute mit meiner Recherche in einem wirklich tollen Musik(er) Forum machen. Da ich momentan noch in einem Hotel als Nachtportier arbeite, habe ich viel Zeit, um mir die Nacht mit langen surfsessions totzuschlagen. Beim durchstöbern dieses Forums bin ich auf zwei tolle Seiten gestoßen:

Touchpad 2 midi

Die Idee ist nicht ganz neu und viele solcher kleine Tools wurden schon mit max/msp und Supercollider geschrieben. Das Problem war dabei nur stets die Einbindung in DAWs wie Ableton Live oder Reason. Mit dieser Freeware einer dänischen(!) Firma ist es aber nun kein Problem mehr, beliebige Midi-Befehle auf die X-Y-Achsen des Notebook-Touchpads zu legen und verschiedenste Parameter deiner Lieblings-Software zu steuern! Werd ich sofort ausprobieren, wenn ich mal wieder ein neues Notebook habe….

Noch mehr reizt mich allerdings die Version “Tablet 2 Midi”! Diese kann man sich auch von der Seite runterladen und wird für diejenigen, die noch irgendwo so ein USB-Tablet-zeichen-Dingsbums rumfliegen haben – SO WIE ICH :D -  einen heiden spass bedeuten! Angeblich kann man sogar auf der Zeichenoberfläche seines Tablets bestimmte Areas definieren, an denen bestimmte befehle getriggert werden….(ääh, wofür hab ich nochmal einen MPC?)

Sobald ich – ja ihr könnts euch denken – ein Notebook habe und die Software angetestet habe, werde ich an geeigneter Stelle nochmal darauf zurückkommen.

The Beattrader

Ich habe ja schon oft überlegt, wieviele Hiphop-kids wohl täglich stundenlang vor ihrem PC sitzen, um sich instrumental-loops runterzuladen, auf diesen zu rappen versuchen und damit dann vor ihren homies anzugeben.

Diese Seite lässt einen mit solchen Volldeppen unter Umständen sogar bares Geld verdienen!!! Einloggen, beats hochladen und warten, bis ein Fisch anbeisst und den scheiss kauft – fertig! Abgesehen davon, dass sich die URL ein wenig wie “betray” liest, stellt sich da ja immernoch die Frage, wer denn da betrogen wird. Ich jedenfalls nicht, denn die loops, die ich da verkaufen würde wären verdammter sondermüll, denn ich mir nichtmal mit Ohrsröpseln anhören würde! Ihr könnt gerne die Rechte dafür haben! Ich möchte nur meine Arbeitszeit honoriert haben! Gebt mir 20 minuten und ich mach dir nen Jiggajigga Blingbling Track, so wie ihr Gangsta da draussen ihn haben wollt!

Hier mal ein Beispiel von dem, was ich meine:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XRtZjnmj8Ks&feature=related]

Wenn ich einen neuen ihr-wisst-schon habe, fang ich an mit Jigga-Beats!

So, das wars für den ersten post, mal sehn ob ich jetzt schneller mit dem schreiben bin als in Dänemark!